Eine Szene aus Épique ! (pour Yikakou). Eine Person steht auf einer Bühne, sie trägt einen schwarzen BH und eine helle Hose. Der Oberkörper ist nach links geneigt und sie ist von vielen Stäben umgeben. Sie hält einige davon mit Armen und Mund fest, andere Stecken in den Haaren und dem Kostüm. Der Hintergrund ist dunkel.
Eine Szene aus Épique ! (pour Yikakou).Drei Personen stehen dicht nebeneinander auf einer Bühne. Ihre Hände sind mit einer weißen Substanz beschmiert. Die Person in der Mitte hält eine Tüte im Mund. Alle schauen konzentriert auf ein Mikrofon vor ihnen.
Eine Szene aus Épique ! (pour Yikakou). Eine Person steht auf einer Bühne und hält einen langen Stock zwischen den Zähnen. Sie trägt ein schwarzen BH und eine helle Hose. Der Hintergrund dunkel.

Épique ! (pour Yikakou)

Nadia Beugré

Nadia Beugré zählt zu den prägenden Choreograf*innen, die zwischen Afrika und Europa künstlerische und gesellschaftliche Grenzbereiche erforschen. Immer wieder treffen in ihren Choreografien Rohheit und Wärme aufeinander. In ihrem neuesten Stück kehrt sie an den Ort ihrer Kindheit in der Côte d’Ivoire zurück – Yikakou. Doch das Dorf existiert nicht mehr, es ist längst von Wald überwuchert, die Felder sind vertrocknet, dazwischen die eingewachsenen Gräber ihrer Vorfahr*innen. Yikakou lebt nur noch in Erinnerungen weiter. Was bleibt von einem Ort, der längst verschwunden ist? Inspiriert durch ihre Urgroßmutter Gbahihonon („die Frau, die sagt, was sie sieht“), folgt Nadia Beugré den Spuren mächtiger Frauenfiguren ihrer Heimat. Épique ! (pour Yikakou) öffnet den Raum, den Stimmen der Ahnen zu lauschen, einem vielstimmigen Echo intimer und kollektiver Erinnerungen.  Begleitet von der Griotte, eine Hüterin vergessener Geschichten, Charlotte Dali und der Balafon-Musik von Salimata Diabate, erzählt sie von der „unmöglichen Rückkehr“ und macht vergessene Stimmen wieder erfahrbar. Ein Performance-Ritual, das die Kraft weiblicher Widerständigkeit feiert – zärtlich, direkt und von fesselnder Präsenz.

 

Nadia Beugré, geboren 1981 in der Côte d’Ivoire, ist Tänzerin und Choreografin. Nach einer Ausbildung im traditionellen Tanz wurde sie Gründungsmitglied des bahnbrechenden, ausschließlich aus Frauen bestehenden Ensembles TchéTché von Béatrice Kombé, mit dem sie durch Afrika, Europa und Nordamerika tourte. Anschließend entwickelte Beugré ihre eigene künstlerische Praxis weiter und studierte Choreografie am Centre Chorégraphique National de Montpellier. Seit 2012 realisiert sie eigene Produktionen, in denen sie gesellschaftliche Normen von Identität, Geschlecht und Zuschreibung radikal infrage stellt. Im Jahr 2020 gründete Beugré die Company Libr'Arts, eine Plattform für Forschung, Produktion und Ausbildung zwischen Montpellier und Abidjan. 


Angaben zur Produktion

Künstlerische Leitung und Performance: Nadia Beugré, Performance: Charlotte Dali (Stimme, Trommeln), Künstlerische Zusammenarbeit und Musik: Salimata Diabate (Trommeln, Balafon),  Dramaturgie: Kader Lassina Touré, Szenografie: Jean-Christophe Lanquetin, Lichtdesign: Paulin Ouedraogo, Lichtmanagement: Claire Legrand, Produktion: Virginie Dupray / Libr’Arts, mit Unterstützung von Louise Mutabazi, Fotos: (1 + 3) Werner Strouven, (3) Laurent Philippe

Koproduktion: Montpellier Danse, in Residenz an der Cité internationale de la danse, mit Unterstützung der Fondation BNP Paribas, Kunstenfestivaldesarts Brüssel, Charleroi danse – Centre chorégraphique national de la Fédération Wallonie Bruxelles, Festival d’Automne à Paris, Theater Freiburg, Centre chorégraphique National de Caen en Normandie (Accueil studio / Ministère de la Culture), ICI – Centre chorégraphique national de Montpellier Occitanie / Leitung Christian Rizzo als Teil des Programms für assoziierte Künstler*innen

Mit Unterstützung von: DRAC Occitanie und Région Occitanie Pyrénées Méditerranée

Besonderer Dank an: Ivoire Marionnettes und Institut français de Côte d’Ivoire

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