


Filmscreening Sarkha
Jumana Dabis / SHAMS Dance Company
Der Videotanz Sarkha der Künstlerin Jumana Dabis nimmt uns mit auf eine abstrakte Reise durch das Leben palästinensischer Künstlerinnen, Frauen und Mädchen im Westjordanland, im Gazastreifen und in Kairo. Inmitten komplexer Realitäten, Trennung und Unsicherheit versuchen sie, ihren Alltag zu bewältigen und sich in diesen äußerst schwierigen Zeiten gegenseitig zu unterstützen und Trost zu spenden. Da ein physisches Zusammenkommen kaum möglich ist, wurde die Kunst für sie zu einem verbindenden Medium, ein Weg, trotz räumlicher Distanz Nähe zu schaffen. Sarkha („Schrei“) ist ein kollektiver Ruf nach Sichtbarkeit: der Versuch, gemeinsam – wenn auch nur symbolisch – „nach Gaza zu gehen“ und ein letztes Mal miteinander zu tanzen. Der Film zeigt eine künstlerische Perspektive, die trotz der allgegenwärtigen Schrecken einen Blick auf die Schönheit und Hoffnung Palästinas gewährt.
Nach dem Filmscreening findet ein Q&A mit Jumana Dabis und der Künstlerischen Leiterin des Real Dance Festival Melanie Zimmermann statt.
Jumana Dabis ist Choreografin, Tänzerin und Lehrerin. Sie nahm an verschiedenen Tanzprogrammen wie Ponderosa (Stolzenhagen), Takween (Beirut) und Dance Web (Wien) teil, bevor sie ihren Master in Zeitgenössischem Tanz an der Universität Limerick in Irland abschloss. Ihre choreografische Laufbahn begann 2003 und umfasst zahlreiche Arbeiten, die in den USA, Deutschland, Irland, im Libanon, in Palästina und in Norwegen präsentiert wurden. 2021 gründete sie die SHAMS Dance Company, die unter ihrer Leitung künstlerischen Ausdruck mit gesellschaftlichem Diskurs verbindet, um kreative und soziale Impulse zu setzen.
Angaben zur Produktion
Jumana Dabis / SHAMS Dance Company, Fotos: Jumana Dabis
